Sonntag, 14. Dezember 2008

Weihnachtszeit


So sieht Winter an einem Freitag Morgen in Bamberg, an der Universität, aus! Wahnsinn was für eine Schneemenge da in einer Nacht heruntergeflockt ist! Mittlerweile liegt nicht mehr so viel, was einerseits schade ist (Schneeballschlacht?!), andererseits aber auch sehr gut (Autofahrer!). Trotz dieser Schneemenge hat eine Politesse am Freitagmorgen entdeckt, dass ich die Parkscheibe vergessen hatte. Der hätte wenigstens mein Auto komplett freischaufeln können, nicht nur die Scheibe! Nun ja... was solls. Dann schenke ich der Polizei hiermit eben dann auch mal etwas Geld.

Weiterhin habe ich das Wochenende im schönen Thüringen verbracht und mit Conrad Plätzchen gebacken. Wobei diese Plätzchen eigentlich Chocolate-Chip-Cookies sein sollte und am Ende dann doch eher Chocolate-Chip-Kuchen geworden sind (zusammengewachsene Plätzchen). Schmecken tun sie aber trotzdem superlecker (leider *g*).

In 5 Tagen hat nicht nur meine allerliebste Nichte Geburtstag (4), es ist auch der letzte Unitag für mich dieses Jahr erreicht. Somit freue ich mich sehr sehr sehr auf Freitag!!!

Meinen Weihnachtstisch ziert jetzt übrigens ein Hund mit Elchsohren, der mir in Plüschform heute aus Thüringen mitgegeben wurde. Nachdem seine Nase in meinem Adventskalender steckt, nehme ich einfach mal an, dass er dafür da ist, damit mir keiner meine Süßigkeiten wegschnappt :-)
Wer meine Leidenschaft für Elche noch nicht kennt, der sollte sich mein Auto mal anschauen... eventuell nachdem ers freigeschaufelt hat...

Soweit von mir, an diesem dritten Advent. Euch einen besinnlichen!

Sonntag, 7. Dezember 2008

Mittelalterweihnachtsmarkt Bamberg

Mit diesem Bild von Drachenblut und anderen geheimnisvollen Tränken starte ich hiermit meinen Bericht über den bezaubernden Mittelalterweihnachtsmarkt in Bamberg. Während der normale Weihnachtsmarkt eher weniger ankommt, weil es nur um Essen, Trinken und größtenteils Vermarktung geht, ist dieser Weihnachtsmarkt, der auch nur eine Woche geht, wirklich etwas besonderes. Stände aller Art des Mittelalters wirken vor allem durch die mittelalterlichen Verkäufer, die einem auch in eher altdeutscher Sprache in die Vergangenheit zurück versetzen. Entgegen der Konsumgesellschaft so wie man sie sonst kennt, stellen die Stände mehr eine Präsentation des Besonderen dar, als dass sie einem das schnelle Geld entlocken würden. An allen Ständen darf man so gut wie alles anfassen und ausprobieren (Hüte aufsetzen, Musikinstrumente spielen, etc.) und wird rundum informiert, ohne etwas "angedreht" zu bekommen.

Besonders niedlich war das "Mäuseroulette". Es gibt ein Miniaturdorf und für 50 Cent setzt man darauf wohin die Maus flitzt. Dasjenige Kind, dass richtig gesetzt hat, bekommt dann eine Plüschmaus in groß, während die anderen Kinder, die daneben lagen, eine Plüschmaus in klein bekommen. Dass da noch finanzieller Gewinn gemacht wird, bezweifle ich eher. So sah das Dorf aus:


Und das ist Gertrud, die flitzende Maus:


Superschön waren auch die handwerklichen Läden. Die Preise waren zwar gesalzen, wie man vielleicht erkennen kann, aber die Geschäfte hatten etwas besonderes. Während man von einer mittelalterlichen LiveBand gesanglich in Stimmung gebracht wurde, konnte man fantastische Burgen, Häuser, Steinmetzarbeiten, Schmuck, Klanginstrumente, besondere Plätzchen, mittelalterliche Kleidung und vieles mehr in den Geschäften bestaunen. Hier zwei Handwerkarbeiten, die mir besonders gut gefallen haben:



Und was gehört zum Mittelalter selbstverständlich dazu? Na klar, die Ritter! Die konnten sich ständisch passend ebenfalls einkleiden:

Dienstag, 2. Dezember 2008

FZB Review

So, der Tag nach der Feuerzangenbowle ist gekommen und ich darf sagen: Es war super! Das Maß der Dinge wurde bei mir auch gefunden, wobei das ja zwischendurch nicht ganz sicher war. Ich zitiere:

Solange: Ich geh mal auf Toilette, der Glühwein ruft.
(Solange kommt von Toilette wieder)
Andrea: Gehts?
Solange: Was?
Andrea: Na ist dir schlecht?
Solange: Erm nein, ich musste nur auf Toilette, weil Glühwein auch auf die Blase drückt...

So entstehen Missverständnisse und dann heissts am Schluss wieder "Herrje, die Solange, die hatte mal wieder zuviel!". Neeee.. sowas passiert mir nur bei bockigen Bier und beim Trinken mit Russinnen *gesteh* und beides ist mittlerweile lange genug her, dass wir es eigentlich auch schon wieder vergessen könnten.

"Die Feuerzangenbowle" spielt ja im schönen Babenberg, was der alte Name der Stadt Bamberg ist, wodurch der Film hier zu einem "must watch" geworden ist. War gestern einfach wieder klasse und die knallenden Tassen und strippenden "Engel" waren wieder einmal sehenswert. Mittlerweile mein dritter Besuch dieser Veranstaltung und wir Mädels durften so langsam doch feststellen, dass wir wohl die ältesten darstellten. Nun ja, gegen das Alter kann man nichts tun, gegen das Altsein schon.

Nach diesem kurzen Rückblick hätte ich hier noch eine Anmerkung an meine Nachbarin, die mir gegenüber wohnt: Bitte versuche nicht mit deinem Schlüssel meine Tür aufzumachen, vor allem nicht Nachmittags (sie war nüchtern, aber wohl etwas verwirrt), weil mich das zu Tode erschreckt.. achja und Nachts am besten auch nicht! ;D

Montag, 1. Dezember 2008

Vor-Weihnachtszeit!!!


Mittlerweile ist der erste Advent vorbei und der erste Dezember erreicht. Damit heisst es "Das erste Türchen öffnen"! Nachdem es erst kurz nach Mitternacht ist, bin ich so geduldig und warte damit bis zum Morgengrauen (Grauen ist gut...). Nachdem ich von Conrad und den "Schwiegereltern" mit Adventskalendern versorgt wurde (DANKE!), habe ich mir einen kleinen Weihnachtstisch zurecht gemacht. Den sieht man ja auch auf dem Foto. Zu den Einzelteilen:

* Adventskalender: Wie gesagt von Conrad und "Schwiegereltern"
* Weihnachtsmann: Nochmal von Conrad (der mich scheinbar mästen will oder genau weiss, dass ich auf Nippons stehe!)
* Weihnachtsstern: Geschenk von mir an mich, stirbt aber so langsam
* Brief: Post aus der Kaserne Bremen (bitte nicht wundern...)
* Tisch: Geschenk von IKEA an mich (na gut, an der Kasse musste ich dafür bezahlen... also wohl doch von mir an mich)
* Luftentfeuchter (unter dem Tisch): Von meinen Eltern als Schimmelkiller (funktioniert bisher super!)

Also diese Ecke meiner Wohnung ist die reine (Selbst-)Beschenkungsecke und bekommt dafür von mir ganz viel freudiges Anlächeln. Ich freu mich auch auf das Türchen öffnen! Ist schon eine ganze Weile her, seitdem ich das das letzte Mal gemacht habe. Dieses Jahr lohnt es sich aber wirklich die Tage bis Weihnachten zu zählen, denn dieses Jahr ist fast alles anders. Genaueres wird dann berichtet, wenn es soweit ist.

Übrigens musste ich diesen Post nach Mitternacht erstellen, weil ich nämlich dazu genötigt wurde nicht vor dem ersten Dezember in die Tüte zu sehen, die mir mein Freund mitgegeben hat. Die unauffälligen Kommentare ("Ich weiß ja, dass du offiziell gar keine Schokolade magst." und ähnliches) haben mich aber schon vermuten lassen, dass da Schlemmereien anstehen. Trallala, ich freue mich.

Euch allen eine schöne Vor-Weihnachtszeit!!! (Ich muss jetzt schlafen gehen, damit ich nicht doch noch mit dem Naschen anfange..)

Donnerstag, 27. November 2008

Fluch der Uni => FZB

Seit vier Wochen schaffe ich es mittlerweile den bösen Bockbieranstichen aus dem Weg zu gehen und meinen Magen vor Angriffen des Hochprozentigen zu schützen. Bisher gab es nur mal hier und da ein Glas Glühwein zum Aufwärmen, aber nichts in Massen (oder Maßkrügen). Nun passiert es schon wieder, dass der soziale Druck einen zum Trinken zwingt, denn die Feuerzangenbowle steht an. Die Feuerzangenbowle ist ein Ereignis der Universität Bamberg, dass sogar in Zeitungsberichten bis nach Nürnberg hin gelobt wird. Das ganze schaut folgendermaßen aus: Jeder bringt seine eigene Tasse mit, es gibt Glühwein umsonst, es wird so getan als wäre der Film "Die Feuerzangenbowle" ein Bamberger Film und es wird im Audimax gegröhlt. Beschimpft werden hauptsächlich die EuWis (höchster NC an unserer Uni), jedes Mal wenn es im Film "Streber" heisst, mit den mittlerweile leeren Tassen wird lautstark auf die Holztische geklopft, keiner versteht mehr was aus dem Film, alle singen und feiern, trinken und tanzen. Polonesen werden durch die Reihen gehüpft und irgendwann gibt es eine kurze Pause im Film, in der ein paar Studenten sich als Nikoläuse und Nikolausfrauen auf die Bühne stellen und für uns Strippen. Nachdem ich mittlerweile auch Dozentin bin, sehe ich dem ganzen mit leicht gemischten Gefühlen entgegen. Der größte Spaß der Uni und ich werde beim Mitmachen beobachtet. Drücken darf ich mich trotzdem nicht. Hoffentlich darf mein Magen sich diesmal aber etwas schonen... (Ich hab ein Bockbier-Trauma!)... und hoffentlich ist meine Wunde vom letzten Mal "angetrunken" spontan gegen die Wand fallen bald verheilt.
Früher als Ersti dachte ich immer "die großen Dozenten, alle todernst und erwachsen"...

Dienstag, 11. November 2008

Studieren kann Spaß machen

In den meisten Veranstaltungen sitzt der Student ziemlich gelangweilt herum. Ab dem Vordiplom bessert sich der Unterhaltungsgrad zwar, dennoch wünscht man sich nicht allzu selten an einen Sandstrand bei Sonnenschein und Getränkeservice. Es gibt aber auch hin und wieder Momente, in denen es sich so richtig lohnt anwesend zu sein, weil es einen einfach nur schüttelt vor Lachen. Ein paar davon habe ich festgehalten, jedoch weiss ich nicht, ob die Komik nicht aus der Situation heraus entstand ist und im "trockenen" Zustand hier zu lesen, nicht verschwindet. Aber das merkt ihr ja dann selbst:

Der Tag nach einem Bockbieranstich
Prof G.: Warum gehen denn hier alle ständig raus und rein? Ich mach das doch auch nicht!
Student stöhnend: Glauben Sie mir, es war besser, dass ich rausgegangen bin.
Prof G. verwirrt: Na gut... äh... das kann ich nicht beurteilen.


Prof G.: Wenn Saddam Hussein nicht verrückt war, dann war er Realist.


Dr. K. an Studentinnen gerichtet: Ihr macht mich irgendwie nervös!


Dr. K.: Richtig! Gut geraten!
Später dann... in der gleichen Stunde
Dr. K.: Sagen Sie doch was, ich werde auch keinen bösen Kommentar mehr dazu bringen.


Dr. K.: Das klingt interessant, ich hab es nur nicht verstanden.


Student: Das ist die Salamitaktik!


-> Wer dabei war, der wird sicher nochmal ordentlich schmunzeln oder gar lachen beim Lesen. Wer gar nicht nachvollziehen kann was daran jeweils lustig war, der darf gerne mal als Gasthörer zu den jeweiligen Dozenten dazukommen.

Sonntag, 2. November 2008

Saalfeld - Feengrotten

Zurück aus dem schönen Thüringen berichte ich gleich mal von unserem Ausflug. Wir wollten nämlich am Samstag die Feengrotten besuchen und dann mit ganz vielen Fotos von dort wiederkommen. Der Besuch hat funktioniert, das mit den Fotos leider nicht. In den Grotten hat es mit den Lichtverhältnissen einfach nicht geklappt. Ein paar Eindrücke gewinnt ihr aber auf dieser Seite.

In einer 70-minütigen Tour wird man durch die verschiedenen Saalfelder Feengrotten geführt und bekommt vom Führungsleiter erklärt welche verschiedenen Mineralien in den Wänden vorkommen, warum man das Grottenwasser heutzutage lieber nicht trinken sollte und woher die Grotten ihren Namen haben. Am Schluss folgt ein eindrucksvolles Licht- und Musikspiel in der Grotte Märchendom. Dort kann man übrigens auch heiraten, wie auch die Website informiert. Die Grottentour ist ein schöner Ausflug, vor allem weil der Weg nach Saalfeld schon ein Erlebnis für sich ist. Wir hatten auf dem Weg dorthin nicht nur Nebel, sondern auch Schnee liegen! Ich bin zwar kein Winterfan, aber meine Augen haben bei dem ganzen weißen Gliterschnee nur noch gestrahlt!

Nach Saalfeld sollte das Schloss Heidecksburg in Rudolstadt folgen, jedoch haben wir uns leider in der Zeit verschätzt und es war schon dunkel als wir dort ankamen und das Schloss geschlossen. Stattdessen sind wir in der Stadt der superlativen Häuserbauten in die Altstadt gefahren und haben dort das verrückte Kartoffelhaus besucht. Das Restaurant ist super, weil die Atmosphäre klasse ist, die Preise wirklich günstig und man sich an den Wänden gar nicht sattsehen kann, die voller liebevoller Details sind. Auch der Gang auf die Toilette stellte sich als interessant heraus!

Besonders spannend war dann noch die Fahrt nach dem Essen Richtung geselligen Abend mit Freunden. Bei dichtestem Nebel wird der thüringerische Wald zu einem sehr belebenden Unterfangen ("Ich glaub da kommt jetzt eine Kurve." bei 30 km/h).

Auf jeden Fall hat die Ecke einige Dinge zu bieten und ist jedem, den es nach Thüringen verschlägt, wärmstens zu empfehlen!