Donnerstag, 30. Juni 2011

Klettern am Fels

Ich kanns auch an der Wand :)

Fränkische Schweiz - Streitberger Wand

Samstag, 28. Mai 2011

Kletterhalle Forchheim

Habt ihr Höhenangst? Ich schon, jedenfalls so sehr, dass meine Beine ins Schlottern geraten und mein Magen eine Etage tiefer rutscht. Trotz dieser Höhenangst war ich schon öfter im Kletterwald/ Hochseilgarten und habe dort einigen Spaß gehabt. Gestern war eine andere Art von Höhe dran: die Kletterwand. Mit oder ohne Überhang ging es die Wände hoch.

Ich war zum aller ersten Mal dabei und zuerst einmal überrascht wie teuer klettern ist. 10,50 Euro Eintritt, dann nochmal 2,50 Euro für den Gurt und 3 Euro für Leihschuhe. Natürlich Samstag/Sonntag nochmal teurer. Mir unverständlich, aber ok, für den Hochseilgarten habe ich auch 19 Euro hingelegt damals, also was solls.
Den Rest hatten meine Freunde dabei und so haben wir uns mal rangewagt.

Zuerst durfte ich eine 4+ klettern (4- < 4 < 4+ < 5- usw.), was für einen Einsteiger (Erwachsen, Kinder eher eine 3) schon ganz ok ist. Zu meiner eigenen Überraschung und vor allem der meiner Freundin, die mich gesichert hat, bin ich die Wand hoch"gerannt" wie der Blitz. Naja, während ich an der Wand hing und überlegt hab, kam mir wie hoch ich eigentlich in der Luft bin und dann musste ich das Denken durch Weiterklettern unterbinden!

Ganz übermütig habe ich mich danach an eine 6 gewagt, die mir eigentlich keiner zugetraut hätte. Die bin ich genauso hochgerannt, allerdings habe ich den letzten Meter nicht geschafft, weil der über Eck ging, ich die Steine nicht entdeckt habe, die ich gebraucht hätte und mein Kopf dann auch irgendwann losging. Aber alle haben ordentlich gelobt und ich mich gefreut wie ein kleines Kind.

Danach locker eine 5 hoch, auch über Eck, die Möglichkeiten zum Fuß abstellen wesentlich offensichtlicher und die Griffe auch wesentlich "griffiger" (Ab Stufe 6 werden die weniger angenehm).

Jetzt kann man sich überlegen, dass drei Touren schon unglaublich viel Überwindung und Muskelkraft benötigen. Das habe ich leider nicht getan. Die letzten 2 Touren (6- und 5) habe ich dann leider beide abbrechen müssen, weil mein Körper komplett blockiert hat. Ich hatte keinen Halt an den Händen, meine Füße hatten keinen Gripp und mein ganzer Körper hat wegen Überanstrengung und dadurch erzeugte Angst gezittert ohne Ende. Der Überhang der vorletzten Strecke, über den man sich ziehen musste, war dann mein erstes Ende. An der letzten Strecke bin ich dann auch abgerutscht und habe mir den Ellbogen aufgeschürft. Meine Sicherungsfreundin hing dann aufgrund des sehr überraschenden "Fallens" von mir ca. 10cm in der Luft (normalerweise muss sie sich voll in den Boden stemmen, weil sie leichter als ich ist), aber sie hat mich dann sanft runtergeholt, als sie selbst wieder am Boden war.

Meine Arme waren schlußendlich so dermaßen überanstrengt, dass ich die Autotür fast nicht aufbekommen habe und das Lenken wirklich anstrengend wurde. Ich denke daran könnt ihr euch am Besten vorstellen wie fordernd Klettern eigentlich ist.

Alles in allem ist es - trotz frustrierendem Ende - ein Genuss gewesen. Wenn es das nächste Mal an den Felsen gehen sollte, dann habe ich trotzdem sehr viel Respekt, selbst wenn ich eine leichte Route zugewiesen bekomme, weil die Griffe in diversen Farben einem Sicherheit geben (so lange man sie sieht). Es gab keine einzige Route, bei der ich keine Angst hatte, meine Beine haben immer gezittert, aber das Überwinden seiner Angst ist ein tolles Gefühl.

Und was besonders schön war, war dann auch noch die Jungs zu sehen, die seit 2 Jahren klettern. Die haben sich dann an eine 8 gewagt, die zwar auch nicht geschafft, hingen aber beeindruckend waagrecht in der Luft an einem Überhang. Toll anzusehen!

Nur für die, die es nicht wissen: Ab Stufe 8 fangen die Profi-Routen an. Innerhalb einer Schwierigkeitsstufe gibt es zudem verschiedene Unterstufen, so gilt es zum Beispiel irgendwann die Rotpunkt-Begehung zu schaffen, das heißt sich nie ins Seil zu setzen und dieses auch nie zu belasten, das heißt man klettert eine Route so, als wäre man nicht gesichert.

Ich bin gespannt ob und wenn ja wie lange ich das Klettern noch für mich als Sport begeisternswert empfinde. Momentan ist es, ganz ehrlich, mehr Überraschung und Anfangsbegeisterung, als Leidenschaft. Aber man muss ja nicht alles sporteln und ich hab noch einige Male Zeit festzustellen, ob das der richtige Sport für mich ist.

Montag, 23. Mai 2011

Dunkelfrühstück

In Nürnberg wird das Dunkelfrühstück angeboten, ein Frühstück ganz im Dunkeln, wie der Name schon sagt. Unter "dunkel" stellt man sich allerdings etwas anderes vor im ersten Moment, als einem dort begegnet. Kein einziger Lichtschein dringt durch die Wände des Cafés und die Kaffeetasse vor einem ist wirklich nicht zu erahnen. Die blinde Bedienung versorgt einen in aller Ruhe mit Speis und Trank. Viel Auswahl gibt es nicht: Wurst/Käse, Honig und Himbeermarmelade, Kaffee schwarz oder mit Kaffeesahne, Tee und Orangensaft. Allerdings reicht das für das erste Mal als "Blinde" auch schon. Die Kaffeesahne landete bei mir tendenziell eher auf der Serviette, als im Kaffee und von der Butter war ich so begeistert (Knistern, Ziehen, AUF!!!), dass ich ganz vergessen hatte zwischendurch, dass ich keine Butter auf dem Brot mag. Während ich die "Draufhau"-Methode entwickelte, die konkret heißt: Nehm die Marmelade/den Honig, taste dich über deine Brötchenhälfte, mach die Marmelade/den Honig auf, umdrehen, rausdrücken! - war meine Freundin geschickter und probierte es mit der klassischen Streich-Methode, was hin und wieder bei ihr für einen "Hab ich noch was auf dem Messer?!"-Verzweifler sorgte.

Im Vergleich zu den TV-Dokus, in denen Gängemenüs in solchen Lokalitäten präsentiert werden, ist das Dunkelfrühstück eher ernüchternd, aber ich denke als Einstieg perfekt geeignet um sich selbst die Frage zu beantworten: "Traue ich mich ein Vier-Gänge-Menü in kompletter Dunkelheit überhaupt?"

Das Erlebnisfeld ist im Eintrittspreis inklusive und ist für Familien mit Kindern tendenziell eher geeignet als für Erwachsene, wobei auch wir unseren Spaß hatten :)

Dienstag, 5. April 2011

Wir werden dann mal seriös

Wenn mein Papa von einer Geschäftsreise nach Hause kam, dann war das für mich etwas sehr erfreuliches, da er mir meistens etwas mitgebracht hat, von diesen Reisen. Aus Schweden meistens Elchsocken oder ein Plüschelch, aus Italien mal kleine Parfumflakons oder innerhalb von Deutschland auch mal ein Poster von "Susi und Strolch" um das er gebeten hat, als er es in einem Lokal gesehen hatte. Zwischendurch gab es auch mal nichts, aber das machte die Mitbringsel umso besonderer.

Was eine Geschäftsreise bedeutet war mir nicht wirklich klar, auch wenn wir manchmal mitdurften. Wieso zu einem Geschäftspartner oder einem Kurs reisen? Es gab schon damals Telefone und sogar Internet!

Heute darf ich - nicht zum ersten Mal - auch eine Geschäftsreise antreten, sogar auf Einladung. Ich fühle mich geehrt, gehe meinen Vortrag auf der Zugreise sicher noch einige Male durch, bin aber prinzipiell meiner Sache sicher und freue mich auf den Vorabend bei meiner Freundin Steffi. Morgen ist dann wieder Abreise, auch ganz geschäftsfrauisch.

Meine Kleidung für den Vortrag liegt schon (das Wort ist etwas ungünstig gewählt, da ich vorhin erst gepackt habe... allerdings wusste ich schon vor 2 Monaten was ich tragen würde) im Koffer, Catsitting ist organisiert, bald geht es los. Als Kind hätte ich mir wohl nie erträumen lassen, dass ich jemals so eine Reise antreten werde (ehrlich gesagt hätte ich das auch noch als Studienanfänger bezweifelt) und daher möche ich diese auch hiermit festhalten, sie emotional für mich ausfüllen und genießen.. bevor - ja, so ist wohl die Realität - diese Art von Reisen für mich etwas Normales oder gar Aufwendiges wird.

Ich zelebriere also diesen Tag, feiere mich ein wenig selbst (auf der Rückreise noch ein wenig mehr, da der Vortrag dann hinter mir liegt) und bringe - aus Mangel von Nachwuchs - vielleicht mir selbst ein paar Elchsocken mit ;-)

Samstag, 12. März 2011

Kaffee

Ich befürchte zu diesem Thema habe ich mich schon einmal ausgelassen, in diesem Zusammenhang wohl auch das wundervolle Video von Sebastian23 gezeigt, dass für mich immer noch eines der besten Darbietungen zu diesem Thema ist, aber heute muss ich mal wieder aus eigener Erfahrung sprechen... ja, schon wieder!

Gestern Abend war Folgendes geplant: 19 Uhr Odeon-Kino (Alternativkinos starten früh, in diesem Fall hat mich Biutiful unterhalten), danach war der Plan etwas Essen zu gehen (2 Bier sind auch ein... ) und dann Dubstep mit live Trompete + Drummer im Sound n Arts. Nachdem ich schon ahnte, dass ich nach einem langen Arbeitstag Energie brauchen könnte um das durchzuhalten und zu genießen, habe ich mir um 18.30 Uhr einen doppelten Milchkaffee gemacht.

Wer mich kennt, der weiß: Nach 16 Uhr kein Koffein - und wenn doch, dann maximal eine Tasse.

Die Konsequenz dessen war, dass jeder verliebte Teenager beim ersten Date im Vergleich zu mir mehr Selbstkontrolle bezüglich der Anzahl und der Geschwindigkeit an Worten gehabt hätte und die Zeit vom Treffen (18.45) bis zum Beginn des Films (19.15) für meine Begleitung eine ganz deutliche Gefahr für dessen Gesundheit darstellte. Worüber wir geredet haben? Worüber habe ich nicht geredet? Eine Woche, ein Monat, ein Jahr, alles in 30 Minuten. Dazwischen überdrehtes Gekichere und nervöses auf dem Stuhl herumrutschen.

Dass danach ein Ausklingen mit Bier (ich zog im SnA mit anderen Menschen weiter) schon vorab ausgemacht war, war dann meine Rettung. Bis dahin war ich wieder Dame meiner Sinne und hatte mein leidendes Wesen auch wieder entleidet (anders ausgedrückt: Ich musste dank Kaffee den ganzen Film über auf Toilette und dieser Film ging 2,5 Stunden!).

Koffeein bleibt meines Wissens maximal 8 Stunden im Körper, so ergab es sich, dass ich dann nach diesem doch sehr rettenden Abschluss (es bleibt einem ja meist auch nur das Dessert intensivst im Gedächtnis, so hoffe ich, dass auch meine fröhliche, aber weitaus kontrolliertere Art danach hängen blieb) schon fast erschöpft vom Tag im SnA landete. Und nach einer Stunde tanzen hatten die Jungs keine Lust mehr, wir gingen noch zum Reden weiter und um 4 Uhr Morgens kam ich dann nach fast 3 Stunden Schweigen ins Bett.

Kaffee: Der Ursprung der Extreme in meinem Leben ;)

Mittwoch, 9. März 2011

... das Touristenbild



... nur zum Beweis dafür, dass auch ich Touristentouren mitgemacht habe!

London

Juche, ich bin wieder da! Ganz ehrlich, ihr Lieben, worum geht es beim Hype um London gleich nochmal? Es ist weder die Stadt der Liebe, der phantastischen barcelonischen Kunst, noch des brittischen Charmes, wie so oft behauptet wird. Nebst der architektonischen Highlights, die jeder kennt, gibt es nicht allzu viele weitere und wenn ein Restaurant in der inneren Innenstadt um 23 Uhr schließt, dafür das Kino aber pro Person 16 Euro kostet, dann verwirrt einen das doch sehr...

ABER nicht alles an London ist schlecht, nur der Tourimüll, den man scheinbar gesehen haben muss.

Geht man dann mal auf Märkte, vor allem den im Camden, dann macht man auch eine Solange wieder glücklich. Denn Freaks, das Andere, Besondere, das ist was man sehen will.. Häuser voller Kunstwerke, gepiercte und tattoovierte Menschen, Raver, Punker, Hippies, Vespa-Sitze als Sitzhocker, allerweltliche Einflüße und Menschenmengen... wow!

Auch ein schöner Blickfang und für gutes Essen ein garantiert (so nehme ich es jedenfalls anhand meiner Stichprobe an) : Chinatown.

Die Katastrophe dagegen: SoHo. Was ist das denn?! Zuviel, aber ganz eindeutig zuviel davon in den Medien gehört!

London ist eine tolle Stadt, allerdings nicht toller als andere Großstädte. Sie ist besonders, aber nur dann, wenn man den Reiseführer ignoriert und sie wird mein Herz vermutlich nie vollkommen erwärmen, weil der brittische Akzent einfach grausam ist. Ich sage nur "London??? Ahh... you mean LANDAN" ... ahja, ok.

Allerdings, ich gestehe es ein. Vermutlich nicht nur zur Fashion Week, aber auch oder vor allem dann - das kann ich nicht beurteilen - eine gute Stadt zum Einkaufen: