Ungeduldiges hin und herlaufen, Herzrasen, innere Unruhe. Kein persönliches Großdrama kündigt sich hier an, sondern das dem Studenten schon leidvoll bekannte Warten. Warten auf was? Das Warten auf das "Überleben" einer Prüfung. Habe ich mich gut genug vorbereitet? Kann ich alles? Was ist, wenn mich der Prüfer etwas "unfaires" fragt? Jeder einzelne vorhandene Selbstzweifel fügt sich in diesem Moment zu einem großen Gebilde zusammen, dass einen zu erschlagen droht.
Und dann kommt der Moment unmittelbar vor der Prüfung. Die Hände zittern und der Schweiß strömt aus jeder Pore. Die Stimme droht zu versagen und das Gehirn projeziert das Bild einer Wand vor das innere Auge, einer Wand, der man mit rasender Geschwindigkeit entgegenfährt. Kurz vor dem ultimativen Knall geschieht es dann jedoch so gut wie immer: Nichts. Alles was einen umfängt ist dieses klare, undurchsichtige Nichts. Ruhe macht sich breit und der Mund fängt an sich zu bewegen, irgendwo im letzten Hinterstübchen fängt irgendetwas an zu rattern, man stammelt zuerst, wird selbstsicherer und irgendwann, ja, es scheint unglaublich, irgendwann hat man es geschafft.
Ist man dann mit sich zufrieden? Meistens nicht. Jedoch fast immer macht man seine eigene Zufriedenheit mit der Bewertung des Prüfers abhängig.
Mein Status: Warten
vor 7 Jahren
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